Ganz kurz zu Majoran -Öl und -Salbe

@Kräuterweib vom Bärenstein

Majoran stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und ist eng verwandt mit Oregano.
Es passt sehr gut zu den anderen mediterranen Gewürzen wie Thymian und Rosmarin und wird häufig zum würzen von Fleischgerichten und allerlei Arten von Wurst verwendet.
Es verleiht dem Essen nicht nur sein Aroma, sondern hilft auch dabei schwere und fette Speisen gut zu verdauen.
In meiner Küche kommt fast überall Majoran dazu, ob mit oder ohne Fleisch. 😉

Wie die meisten Gewürze, können wir dieses Kraut auch für unser Wohlergehen einsetzen und in Körperölen und Salben verwenden.

Majoran mit seinen vielen ätherischen Inhaltsstoffen kann zu einem alt bewährten Erkältungsbalsam für Kinder verarbeitet werden und dieser funktioniert auch hervorragend gegen Schnupfen. Außerdem schafft er Linderung bei Muskel- und Nervenschmerzen, Rheuma und Zerrungen. Auf die Schläfen aufgetragen kann er gegen Kopfschmerzen helfen.
Für den Balsam wird erst ein Majoranöl hergestellt. Natürlich kann auch einfach das Öl verwendet werden, es muss nicht erst mit Bienenwachs zu einem Balsam verarbeitet werden.
Ich setze Majoran gern mit Kokosöl an. Da Kokosöl bei Temperaturen unter 20°C fest ist, habe ich zumindest in der kalten Jahreszeit auch ohne Wachs einen Balsam.

Für das Majoranöl nehme ich das Doppelte bis Dreifachen an Kräutern im Vergleich zu anderen Kräuterölen.
Ein sauberes Glas befülle ich zur Hälfte mit getrocknetem Majoran und der Rest wird mit Öl aufgefüllt.
Das Glas wird gut verschlossen und kommt mindestens 30 Minuten in ein warmes Wasserbad, bitte nicht zu heiß. Danach lasse ich das ganze mindestens vier Wochen ziehen. Dabei wird täglich ordentlich geschwenkt.
Normalerweise mache ich das Ganze mit Kokosöl und erst im Winter. So kann ich das Glas auf die warme Heizung stellen, denn im festen Öl extrahieren sich die Inhaltsstoffe nicht so gut.
Das fertige Öl wir filtriert und kommt in ein sauberes Glas. Auf das Etikett gehört der Inhalt, das Herstellungsdatum und ein Hinweis zur Haltbarkeit.

Dieses Öl kann jetzt mit Bienenwachs zu einer Salbe verarbeitet werden.
50ml Öl werden im Wasserbad vorsichtig erwärmt und 5g Bienenwachs darin geschmolzen. Es ist wirklich wichtig, dass die Mischung nicht so heiß wird.
Sobald alles Wachs geschmolzen ist, wird alles gut umgerüht und in ein Gläschen oder in einen Salbentiegel gegossen.
Nach ein paar Stunden ist der Balsam fest und der Deckel und das Etikett kann drauf.

Viel Spaß beim Ausprobieren und ich hoffe Ihr bleibt gesund!

Alles Liebe Ina

BITTE BEACHTET AUCH DIESEN HINWEIS

Dieser Artikel behandelt unter anderem Gesundheitsthemen. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Obwohl die Anwendungen mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten.

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